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**** Medical Wellness am Berg

 

Kraft - Seminar :

 

"Ich bin dann mal weg -
                       mein Stress  hat  Pause!

 

 Aufsteigen. Aussteigen.

...nicht aus dem Auto sondern aus dem Alltag...

...und Ankommen

im Leben...!

 

 

  

Paar - Seminar :

 

"Gehen Sie mit Ihrem Partner nicht nur auf den Berg, sondern auf Beziehungsreise..."

 

Info - Ablauf & Termine auf Anfrage

 

 

Paraphilien / Perversionen

 

Pädophilie gilt als eine Indikation für Sexualtherapie. Viele Pädophile leiden unter ihrer sexuellen Präferenz, teilweise befürchten sie einen sexuellen Übergriff zu begehen und gehen deswegen in Therapie. Andere erleben eher einen Konflikt in der Begrenzung durch die Gesetzeslage: sexuelle Kontakte Erwachsener zu Kindern sind nach Rechtsprechung der meisten Länder sexueller Missbrauch und als solche eine Straftat. In der Sexualtherapie entsteht durch die widersprüchlichen Ziele von Therapie und Prävention einerseits und die Strafbarkeit sowie die unterschiedlichen Meinungen zu Altersgrenzen andererseits eine besondere methodische Herausforderung.

 

Sonstige, die Sexualität betreffende Störungen (Störungen der Sexualpräferenz bzw. Paraphilien bzw. sexuelle Deviationen gemäß internationalem Diagnoseschema (ICD-10) sind z.B.

  • Störungen der Geschlechtsidentität (ein Mann will eine Frau sein und umgekehrt), wenn sie vom Betroffenen als Störung oder die Lebensqualität einschränkend erlebt wird (mehr dazu siehe "sexuelle Variationen")
  • störende Andersartigkeit (siehe auch ff.)
  • sexuelle Straftaten (alle Formen von Mißbrauch, Belästigung, Nötigung,.. - siehe auch ff.)
  • Automasochismus 
  • BDSM / 'Sadomasochismus
  • Erotophonie 
  • Exhibitionismus 
  • Frotteurismus 
  • Gerontophilie 
  • Kleptomanie mit sexueller Komponente 
  • Koprophilie, Koprophagie 
  • Nekrophilie 
  • Pädophilie 
  • Sodomie (auch: Zoophilie, sodomistischer Sadismus) 
  • Transfetischismus bzw. Transvestitismus 
  • Urolagnie 
  • Voyeurismus 


Entscheidend für die Beurteilung aller unter "sonstige" angeführten Erscheinungsformen ist die Schwere des Verhaltens, etwaiges eigenes Leiden daran, ob bereits abhängiges Verhalten vorliegt (= ohne das entsprechende Sexualverhalten kann keine ausreichende Erregung aufgebaut und/oder kein Orgasmus erreicht werden), sowie ob es womöglich zu Straftaten führen könnte oder wiederholt zu anderwertigen Problemen im sozialen Umfeld führt.


Nach dem sog. "Kriterium A" des amerikanischen Klassifikationsschemas DSM-IV sind Paraphilien über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten wiederkehrende intensive sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich beziehen können
1. auf nichtmenschliche Objekte (z.B. Fetischismus, Sodomie),
2. auf Leiden oder Demütigung, Schmerz oder Erniedrigung seines Partners oder seiner selbst (Masochismus, Sadismus),
3. auf Kinder (Pädophilie) oder nicht einwilligende oder nicht einwilligungsfähige Personen.


Als ergänzende Abwechslung und mit einer gemeinsamen Haltung von Neugier können manche Formen sexueller Deviationen eine Beziehung aber auch durchaus bereichern und mit dem richtigen Partner sogar einen Schwerpunkt in der sexuellen Beziehung bilden. Andererseits entwickeln zahlreiche Menschen bei zunehmender Ausprägung sexueller Deviationen häufig ein geradezu zwanghaftes Verhalten, was deren Ausübung und Verwirklichungsbedürfnisse betrifft - so mag in einer aufgeklärten Gesellschaft eine Paraphilie zwar sozial akzeptabel sein, die Betroffenen aber dennoch eine nur schwerlich als 'gesund' (im Sinne des Gesundheitsbegriffes der WHO1 zu bezeichende Einengung ihres sexuellen Spektrums aufweisen. Dies gilt speziell dann, wenn diese 'Spiel'art beginnt, das Sexualverhalten zu dominieren oder nur mehr bei ihrer Ausübung ein körperlicher Erregungszustand erreichbar ist.

 

 

 

Quelle:

Fellner, Richard L., Sexualstörungen und Sexualtherapie - Ein Leitfaden auf http://www.psychotherapiepaxis.at/artikel/, 2007; Abfrage v. 12.Mar.2009